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von Peter Kolba 

Wirecard

Wirecard ist ein deutscher Zahlungsdiensteanbieter, der an der Börse notiert ist/war. In den Jahresabschlüssen enthaltene Guthaben auf Treuhandkonten in Höhe 1,9 Milliarden Euro dürften "nicht existieren". Das dürfte vor allem für die Kreditgeber-Banken - so auch die Raiffeisenbank NÖ-Wien und OÖ - eine herbe Nachricht sein. Aber auch all jene Firmen, die Online-Zahlungen etwa über Wirecard abgewickelt haben, dürften vor Problemen stehen. Die deutsche Finanzmarktaufsicht zeigt sich erschüttert; immerhin handelt es sich um einen DAX-Konzern.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt. Der Kurs fiel von 100 Euro innerhalb weniger Tage zeitweise unter 15 Euro. Die deutsche Anwaltskanzlei Kälberer&Tittel in Berlin kümmert sich um die Interessen der betroffenen (Klein-) Aktionäre.

Zum Wirecard Konzern gehört auch die Wirecard Bank. Ob auch diese Bank in Turbulenzen kommt, kann derzeit nicht gesagt werden. Doch wer dort ein Giro- oder Sparkonto führt kann sich zumindest darauf verlassen, dass seine Einlagen bis 100.000 Euro abgesichert sein sollten.